Mein erster Versuch, meine Eindrücke über den St.-Patricks-Day in Waigoldshausen in Worte zu fassen, ist in eine seitenweise Laudatio ausgeartet. Daher versuche ich mich nun in der Kurzfassung:
Erster Gedanke: „Die spinnen, die Franken!“
Erster Eindruck beim „Mittendrin sein“: „Wow!“
Letzter Eindruck beim Nach-Hause-fahren: „ Wir sind nächstes Jahr wieder dabei!“
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Was die wenigen Mitglieder des Clan Mac El in diesem kleinen Dörfchen im 300 km vom Ruhrpott entfernten Frankenland auf die Beine stellen, um echtes irisches Feeling aufkommen zu lassen, verdient Respekt: die Texte für die Andacht und die anschließende Feier sind authentisch und teils auf gälisch. Bei der Parade durch das Dorf mit den verschiedenen Clans in ihren Tartens und Trachten und mit den vielen Bannern und Fahnen macht es tatsächlich Spaß, abwechselnd zu Dudelsackmusik und perfekt übergehend zu einheimischer Blasmusik zu marschieren und den vielen neugierigen Menschen am Straßenrand zuzuwinken. Auch, wenn es zunächst etwas seltsam anmutet.

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Bei anschließender fröhlicher Musik und Ceilidh freut man sich, einige bekannte Gesichter nach der Winterpause von den Highlandgames wiederzusehen und nette Gespräche zu führen. Das ganze wurde abgerundet von der uneingeschränkten und warmherzigen Gastfreundlichkeit von Aribert und seiner ganzen Clan-Familie.
Fazit: Ein rundum gelungenes Wochenende mit einem doch hintergründig großen Wehmutstropfen: Ob dieses Event in diesem Rahmen auch noch nächstes Jahr stattfinden kann, steht noch nicht fest. Denn der Clan Mac El ist mit der Organisation physisch wie auch „Gemeinde-politisch“ an seine Grenzen gestoßen. Für uns war es bisher selbstverständlich, beim Auf- und Abbauen nach Kräften mit anzupacken. Denn wer zusammen feiert, kann ja auch zusammen arbeiten. Das erfahren wir auch immer wieder bei unseren eigenen gemeinsamen Events. Denn diese schönen Erlebnisse von freundschaftlichem und familienähnlichem Zusammenhalt macht doch unsere Liebe zu dieser keltischen Kultur aus!